Lang, lang ist’s her

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Seit fast einem Jahr habe ich mich hier nicht gemeldet. Faktoren dafür gab es viele: Das Leben im Allgemeinen, das Studium im Allgemeinen und Prüfungsstress im Besonderen, und, vor allem: Frust.

Marketing-Versuche für Projekt Traumtänzer sind gescheitert und der Traum vom Self-Publishing lief ja mal überhaupt nicht so, wie ich mir das (naiverweise) erträumt hatte.

Doch wie viele berühmte Menschen haben in berühmten Reden Variationen von „Never give up“ gepredigt?

Ich würde mich nie freiwillig gegen das Schreiben entscheiden, wenn, dann gegen das Veröffentlichen meiner Texte und das Kämpfen dafür, dass sie gelesen werden.

Aber auch dagegen habe ich mich nicht entschieden. Seit ein paar Wochen ist eine neue Marketing Runde für Projekt Traumtänzer im Gang, der Beginn der Leserunde ist nur eine Frage von Tagen und im Oktober wird es eine Blogtour geben.

Hier wird es auch weitergehen, hoffentlich mit regelmäßigem Kontent zum Schreiben, Lesen und Leben.

Ich freue mich darauf.

Schreiblaunen #3 – November

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Banner von fieberherz.de

Hallo zusammen,

es ist Zeit für den nächsten Schreibrückblick, fieberherz‘ Schreiblaunen!

Woran ich gearbeitet habe

Endlich konnte ich an meinem NaNo Projekt arbeiten. Das offizielle NaNo-Ziel, 50.000 Wörter, habe ich zwar nicht erreicht, aber 30.000 Wörter in einem Monat sind mehr als zufriedenstellend und ich habe ohne ausnahme jeden Tag im November geschrieben.

Was sich als nützlich erwies

Mitstreiter_innen. Ohne die Motivation anderer Schreiberlinge, ob im Realen oder per twitter, wäre ich nicht so weit gekommen.

Zitat des Augenblicks

“Writers live twice.”
—Natalie Goldberg

Wie lief der NaNoWriMo bei euch? Habt ihr die 50.000 Wörter geschafft?

Take care,

Sam

Schreiblaunen #1 – September

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Banner von fieberherz

 

Der September ging in den Oktober über und der NaNoWriMo ist weniger als vier Wochen entfernt. Um euch an meinem Schreibprozess teilhaben zu lassen und selbst einen kleinen Monatsrückblich zu haben, werde ich nun (hoffentlich) regelmäßig bei den Schreiblaunen der lieben Steffi von fieberherz teilnehmen.

Woran ich gearbeitet habe

Offiziell habe ich am ersten „Akt“ (es ist kein Theaterstück, die Geschichte ist aber in drei Teile unterteilt) von Zwei so nah gearbeitet und 9.300 Wörter zu Papier gebracht. Ganz ehrlich waren mein Hirn und vorallem mein Herz aber damit beschäftigt, weiter an meinem NaNoWriMo Projekt zu plotten. Da ich außerdem nicht mitten im zweiten Teil von Zwei so nah im November ankommen und aufhören will, bremse ich mich selbst aus und schreibe nur den ersten Teil … der fast fertig ist.

Was sich als nützlich erwies

Ich habe eine Plotting-Methode ausprobiert, auf die ich über Pinterest gestoßen bin. Und zwar die Methode mit der J.K. Rowling die Handlung von Harry Potter, hier im speziellen Orden des Phönix, entwickelt hat. Während J.K. Rowling eine Tabelle auf Papier gezeichnet hat, habe ich das ganze mit excel gemacht, doch das Prinzip ist das gleiche: Neben Kapitelnummer, -titel und Zeitpunkt bekommt

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J. K. Rowlings Plottabelle (x)

jedes wiederkehrende Theme oder Person eine Spalte, in der in den jeweiligen Kapiteln eingetragen wird, was passiert. Ein nettes Beispiel: Kapitel 19, „xmas“, Spalte Dumbledore’s Army: „Sirius here, big reunion“. (Die Tabelle ist ein früher Entwurf in dem der Orden des Phönix noch Dumbledores Armee gewesen ist.)
Das Konzept gefällt mir und funktioniert, neben meinen Szene-Karteikarten, überraschend gut.

Das stört mich noch

Wie oben bereits erwähnt, möchte ich nicht Anfang November mitten in einem anderen Projekt stecken und das abbrechen müssen, da ich auf der anderen Seite unbedingt zum ersten Mal richtig beim NaNoWriMo mitmachen möchte. Deswegen verschiebe ich gerade alle größeren Projekte auf Dezember und danach, was dazu führt, dass ich gerade in einem wenig produktiven Loch stecke, während mich mein Hirn mit Ideen bombardiert, die ich alle direkt aufschreiben möchte. Wenn das so weiter geht, brauche ich mir bis 2018 keine Gedanken mehr um Ideen zu machen. Das wäre alles nicht so schlimm, käme ich mir dadurch nicht jetzt, in den Wochen vor November, so unproduktiv vor. Ich werde das Gefühl nicht los, kostbare Zeit verstreichen zu lassen, obwohl ich sie eigentlich nutze, um zu plotten und (halbherzig) am ersten Teil von Zwei so nah zu arbeiten. Geht es euch  da ähnlich? Habt ihr Erfahrungen oder Tipps?

Zitat des Augenblicks

„There is nothing to writing. All you do is sit down at a typewriter and bleed.“ – Ernest Hemingway

 

Schreib Retreat #1

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Mein Notizbuch und ich am Bremerhavener Hafen

Hallo zusammen,

In meinem diesjährigen Sommerurlaub wollte ich die typischen Urlaubssachen (Sightseeing, Relaxen, Sonne tanken, gutes Essen, Eis etc.) mit dem verbinden, was in den letzten Wochen dank meines Praktikums viel zu kurz gekommen ist: schreiben.
Ich habe also mein erstes Schreib-Retreat gestartet und bin mit meinem Laptop, meinem Notizbuch und viel Vorfreude in den hohen Norden, nach Bremerhaven, gefahren.

Was ich dabei gelernt habe:

Struktur ist gut, Muse ist besser

Der ursprüngliche Plan war, eine Hälfte des Tages mit Urlaubskram zu verbringen, die andere mit „Arbeit“, also schreiben. Bereits am ersten Tag habe ich diesen Plan umgeworfen, habe schon morgens bevor ich zum Hafen aufgebrochen bin, geplottet und bin dafür länger am Strand geblieben. Auch am zweiten Tag war von einer festen Struktur keine Spur, dennoch bin ich auf meinen Wordcount gekommen und das ist das, was für mich gezählt hat. Mich unter Druck zu setzen und zu sagen, dass ich nur zu bestimmen Zeiten schreiben darf, hätte nur zum Gegenteil und zum Musenstreik geführt.

Unverhofft kommt oft

Während ich morgens munter in die Tasten haute, wurde mir plötzlich klar, dass ich kurz vorm Ende des Rohentwurfs meiner Novelle stehe. Diese war eine sehr, sehr schwere Geburt und lange Zeit war ich mir gar nicht sicher, ob ich sie überhaupt beenden würde. Nachdem ich ein paar Tage vor meiner Abfahrt nach Bremerhaven beschlossen hatte, sie auf maximal 25.000 Wörter zu beschränken, fiel dadurch ein Stein von meinem Herzen und bereits 2.000 Wörter später war klar, dass ich mich im Endspurt befinde und die letzten 6.000 Wörter schnell aufs Blatt kommen würden. Dass ich so schnell zu einem zufriedenstellenden (!) Schlusspunkt kommen würde, hätte ich nicht gedacht.

Vorbereitung oder: Snacks, Snacks, Snacks!

Eine Sache, die ich leider nicht befolgt habe: Auf alles gefasst sein. Ich bin also nachmittags zurück zu meiner Unterkunft gefahren mit dem Vorhaben, ein wenig zu schreiben und abends nochmal ins Stadtzentrum zu fahren, um etwas zu essen. Allerdings habe ich nicht mit meiner Muse gerechnet, die in bester Laune war, sodass ich mich erst vom Text losreißen konnte, als es schon zu spät war, zurück in die Stadt zu fahren. Ich hatte zwar noch eine abgepackte Waffel im Zimmer, aber mehr nicht. Damit euch das nicht passiert (und mir nicht erneut): Habt immer genug Snacks zur Hand, falls eure Muse eure Pläne durchkreuzt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich es schade finde, nicht schon früher auf die Idee gekommen zu sein. Entgegen meiner Bedenken, kam der Urlaubsteil keineswegs zu kurz und die Möglichkeit ohne Alltagsverpflichtungen zu schreiben hat zu meiner Entspannung beigetragen.

Sehr zu empfehlen!

Habt ihr schon ein Schreib-Retreat gemacht? Würdet ihr gerne? Lasst es mich in den Kommentaren oder über Twitter @samswritingacc wissen!

Take care,

Sam